Zunächst einmal: Was ist Windows 365? Nun, es stellt sich heraus, dass Windows 365 ein Cloud-PC ist, den Sie streamen. Aber Moment mal, was bedeutet das eigentlich?

Nun, am einfachsten lässt es sich an einem simplen Beispiel erklären. Stellen Sie sich vor, Sie sind in einem Computershop. Vielleicht ist der Computer, den Sie zu Hause haben, in die Jahre gekommen, oder vielleicht kann er das CAD-Programm nicht ausführen, da es extrem ressourcenintensiv ist. Also gehen Sie zu Ihrem örtlichen Computerladen und schauen sich an, was dort angeboten wird.

Vielleicht finden Sie einen Computer, der einen ziemlich guten Prozessor hat. Er hat viel Arbeitsspeicher und der Festplattenspeicher reicht für Ihre Bedürfnisse aus – Sie werden viele Daten auf dieser Festplatte speichern können. Sie gehen also zum Kassenschalter. Aber anstatt den Computer auf einmal zu bezahlen, beschließen Sie, den Computer monatlich abzubezahlen. Und dann, wenn Sie aus dem Laden gehen, nehmen Sie Ihren Computer nicht mit, sondern lassen ihn vor Ort. Und so wird der Computerladen zum Rechenzentrum.

Jetzt kommen Sie also nach Hause und fragen sich, was Sie eigentlich gekauft haben. Hier kommt das Prinzip von Windows365 ins Spiel: Sie können jetzt von jedem Ihrer Geräte auf Ihren Cloud-PC zugreifen. Vielleicht haben Sie ein Tablet zu Hause herumliegen, vielleicht ein Android-Smartphone, ein Chromebook oder einen wirklich alten Windows-PC. Sie können jedes dieser Geräte verwenden, um sich bei Ihrem Cloud-PC anzumelden.

Egal, von welchem Device aus Sie sich verbinden: Auf Ihrem Cloud-PC wird alles genau so sein, wie Sie es mit dem vorherigen Gerät verlassen haben. Im Grunde brauchen Sie dazu nur eine Internetverbindung, die schnell genug ist, um Filme zu streamen. Damit können Sie von überall zu jeder Zeit auf Ihren Windows 365 Cloud-PC zugreifen.

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Doch wo liegt der Vorteil eines Cloud-PCs gegenüber einem Laptop, den ich ebenfalls überall hin mitnehmen kann?

Am Beispiel der Verwendung eines CAD-Programms wird deutlich, dass es Anwendungen gibt, die extrem ressourcenintensiv sind, einen sehr guten Prozessor und eine sehr gute Grafikkarte benötigen. Braucht der Cloud-PC im Computerladen also mehr Speicher oder eine höhere Leistung, können Sie dies im Laden anfordern.

Mit Windows 365 gelingen diese Anpassungen ganz einfach über eine Verwaltungsoberfläche. Dort können Nutzer einen besseren Prozessor auswählen, zusätzlichen Speicher hinzufügen oder eine größere Festplatte erstehen. All das können Sie mit einem Mausklick umsetzen und haben so die Möglichkeit, Ihren PC aufzurüsten, wann immer Sie ein bisschen mehr Leistung brauchst.

Der Cloud-PC hat außerdem eine rasend schnelle Internetverbindung. Kehren wir also noch einmal zu dem Beispiel mit dem CAD-Programm zurück: Nehmen wir an, Sie arbeiten gemeinsam mit einem zweiten Nutzer an einem Dokument und Ihr Sparringspartner stellt 250 Gigabyte an Material zur Verfügung, das Sie in das Dokument einbauen möchtet. Mit Ihrer Internetverbindung zu Hause würde es wahrscheinlich den ganzen Tag dauern, bis all diese Dateien heruntergeladen wurden. Aber da Ihr Cloud-PC, der im Computerladen (also dem Rechenzentrum) steht, eine 10-Gigabit-pro-Sekunde-Verbindung hat, können Sie all diese Dateien im Handumdrehen downloaden.

Alles, was Sie zuhause brauchen ist eine Internetverbindung, die schnell genug ist, um zu sehen was auf Ihrem Cloud-PC geschieht. Außerdem kümmert der Computerladen sich um sämtliche Software-Updates und sorgt dafür, dass die Sicherheit und die Compliance erstklassig sind. Und sollten Sie jemals das physische Gerät verlieren, mit dem Sie eine Verbindung zu Ihrem Cloud-PC herstellen, dann ist Ihr Cloud-PC davon getrennt, sodass er sicher bleibt.

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Aber wie funktioniert Windows365 eigentlich? Wie richtet man einen neuen Cloud-PC ein?

Zunächst brauchen Sie Ihren Cloud Administrator, der Ihnen eine Lizenz zuweist. Danach wird er konfigurieren, wie Ihr Cloud-PC aussieht. Sobald Sie Ihren Cloud-PC als Endbenutzer eingerichtet haben, gehen Sie einfach zu Windows365.microsoft.com. Und Sie können direkt über Ihren Browser auf Ihren Cloud-PC zugreifen. Alternativ können Sie eine App herunterladen, mit der Sie sich mit Ihrem Cloud-PC verbinden können – auf einem Mac, einem Windows-PC, Android, iOS oder jeder anderen Plattform.

Die Anwendung selbst gleicht der von Windows 10 oder Windows 11. Sie verwenden im Grunde nur einen anderen PC, der zufällig im Rechenzentrum steht. Für Unternehmen ist das eine tolle Chance: Anstatt die gesamte IT-Infrastruktur im eigenen Haus zu verwalten, können Sie all das an Microsoft auslagern. Damit sparen Organisationen Aufwand und Kosten: Statt mit jeder neuen Herausforderung neue Hardware anschaffen zu müssen, können Unternehmen die benötigte Leistung im Rechenzentrum jederzeit bedarfsgerecht abrufen.